Mantel AG – Ein allgemeiner Überblick

Home  /  Mantel AG – Ein allgemeiner Überblick

Bei der Entwicklung einer Geschäftsidee, die in der Zukunft beachtlichen Gewinn versprechen kann, sollte stets auch immer etwas Zeit auf die Umsetzung dieser Idee verwendet werden. Wenn es beispielsweise um die Produktion eines Lebensmittels geht, müssen die verschiedenen Vorschriften hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit bedacht werden. Darüber hinaus müssen verschiedene geschmackliche Test durchgeführt werden und es sollte die Erstellung eines Plans bezüglich der Haltbarmachung des Produkts erfolgen. Bei der Herstellung eines Elektroartikels dagegen kommen ganz andere Faktoren zum Einsatz, die von der Fertigung eines Lebensmittels stark abweichen.

Neben diesen spezifischen Voraussetzungen, die für eine Unternehmensgründung von großer Relevanz sind, existieren auch verschiedene allgemeine Faktoren, die bei der Gründung der eigenen Firma bedacht werden sollten. Die Wahl der Rechtsform sowie die Finanzierung der Gründung repräsentieren zwei dieser allgemeinen Faktoren. Die Rechtsform entscheidet beispielsweise über die Haftung des Unternehmers und hat außerdem Folgen hinsichtlich der internen Struktur. Außerdem beeinflusst sie, inwiefern eine Unternehmensgründung schon vorab mit verschiedenen Kosten bedacht wird. Beides kann auf die spätere Inbetriebnahme weitreichende Konsequenzen haben: Wer nicht gut mit seinen Finanzen haushaltet oder die falsche Rechtsform erwählt, wird langfristig gesehen mit seiner Geschäftsidee an verschiedene Grenzen stoßen. Zwar sind Änderungen prinzipiell auch im Nachhinein möglich, allerdings sind diese dann meist mit zusätzlichen Kosten und und jedem Fall mit einem vermehrten Arbeitsaufwand verbunden. Aus diesem Grund kann eine gründliche Planung bereits vorab dabei helfen Zeit und Kosten auf ein Minimum zu reduzieren.

Bei der Einsparung von Zeit und Kosten existieren neben einer sorgfältigen Planung noch weitere Möglichkeiten. So kann es sich in vielen Fällen für Existenzgründer empfehlen, ihre Geschäftsidee nicht im Zuge einer Unternehmensgründung zu realisieren, sondern stattdessen auf ein Unternehmen zurückzugreifen, das bereits existiert. Eine sogenannte Mantelgesellschaft kann dem Unternehmer hierbei zu einem besonderen Vorteil gereichen. Bei einer Mantelgesellschaft ist das Gerüst einer Kapitalgesellschaft bereits vorhanden und muss vom Käufer nur noch mit Leben gefüllt werden. Dies bedeutet, dass die Mantelgesellschaft bereits rechtskräftig gegründet worden ist, aber keine operative Geschäftstätigkeit aufweist. Für den Käufer dieser Gesellschaft kann dies verschiedene Vorteile mit sich bringen, die nachfolgend erläutert werden sollen. Gleichzeitig werden wir außerdem vorstellen, worauf beim Kauf einer Mantelgesellschaft, respektive einer Mantel AG, das besondere Augenmerk liegen sollte. Denn auch wenn der Kauf einer Mantel AG viele Vorteile mit sich bringt, sind derartige Geschäfte unter Umständen auch bestens dazu geeignet, um unerfahrene Unternehmer und Existenzgründer über den Tisch zu ziehen. Damit dies nicht passiert, stellen wir nachfolgend nicht nur alle relevanten Informationen zur Verfügung, sondern können Ratsuchende in einem konkreten Einzelgespräch darüber hinaus beraten. Dies empfiehlt sich insbesondere deshalb, weil der Ankauf einer Mantelgesellschaft bzw. einer Mantel AG immer unter ganz individuellen Vorzeichen geschieht, die bereits in den Vorverhandlungen unbedingt berücksichtigt werden sollten. So eignet sich beispielsweise nicht jede Mantel AG für jeden Existenzgründer und es müssen hin und wieder verschiedene Abstriche gemacht werden, um langfristig gesehen einen Vorteil herausholen zu können.

Was ist eine Mantel AG?

In den vorherigen Ausführungen ist bereits angeklungen, dass es sich bei einer Mantel AG um eine voll geschäftsfähige AG handelt, die allerdings keine Geschäftstätigkeit ausführt. Hierbei kann zwischen zwei verschiedenen Formen unterschieden werden. Bei der sogenannten Mantel AG kann zwar aktuell keine tatsächliche Geschäftstätigkeit nachgewiesen werden, zu einem früheren Zeitpunkt war dies allerdings einmal anders. In der Vergangenheit wurde die Mantel AG dementsprechend nicht nur rechtskräftig gegründet, sondern operierte auch aus wirtschaftlicher Hinsicht und fuhr dementsprechend entweder Gewinne oder Verluste ein.

Daneben existiert außerdem noch die Mantel AG, die auch als Vorratsgesellschaft bezeichnet wird. Eine solche Vorratsgesellschaft gleicht der Mantel AG insofern, als dass die ebenfalls rechtskräftig gegründet worden ist und nun in potentiell geschäftsfähigem Zustand aber ohne Geschäftstätigkeit verharrt. Im Gegensatz zur Mantel AG war es um diesen Zustand in der Vergangenheit der Vorratsgesellschaft niemals anders bestellt. Dies bedeutet, dass die Vorratsgesellschaft ausschließlich zum Zweck des Weiterverkaufs gegründet wurde. Eine operative Tätigkeit kann unter Umständen zwar zum Gründungszeitpunkt angestrebt gewesen sein, wurde allerdings niemals in die Tat umgesetzt.

Wie lauten die Vorteile einer Mantel AG?

Wer sich dafür entscheidet, eine Mantel AG käuflich zu erwerben, kann mit einer ganzen Reihe verschiedenartiger Vorteile rechnen. Zum einen sind dies die Vorzüge, die allein mit der AG selbst einhergehen. Hierzu gehört unter anderem die beschränkte Haftung für die Gesellschafter im Gegensatz etwa zu einem Einzelunternehmen. Darüber hinaus kann es für Existenzgründer aber noch weitere positive Effekte haben, wenn sie sich nicht auf eine Neugründung verlassen, sondern in den Mantel einer bereits bestehenden AG schlüpfen. Einige dieser Vorteile sollen nachfolgend kurz angesprochen werden. Die Übersicht sowie die Untermauerung verlaufen allerdings nur relativ allgemein, da auf spezifische Besonderheiten nur im konkreten Einzelgespräch eingegangen werden kann.

Der Erwerb einer Mantel AG bringt in der Regel in erster Linie eine enorme Zeitersparnis mit sich. Die Gründungsprozesse bei einer AG oder einer Kapitalgesellschaft im allgemeinen setzen sich aus verschiedenen Arbeitsschritten zusammen, die mal mehr und mal weniger aufwendig sind. Alles in allem sind jedoch die meisten Prozesse mit einem deutlichen Plus an Arbeitsaufwand zu verbuchen: Unterlagen müssen zusammengestellt und notariell beglaubigt werden, Dokumente und Zertifikate müssen eingeholt werden, Geschäftsführer und Gesellschafter müssen ausgewiesen und bestellt werden, der Eintrag ins Handelsregister muss vorbereitet werden und anschließend erfolgen. Wer dagegen eine Mantel AG erwirbt, kann sich all diese Schritte sparen, da sie bereits im Vorfeld erledigt worden sind. Gerade für diejenigen Jungunternehmer, die oft und gern an ihrer Geschäftsidee feilen, kann sich diese Einsparung lohnen, denn jede Minute, die sie nicht für den Gründungsprozess aufwenden müssen, können sie in die Weiterentwicklung ihrer Idee investieren.

Neben den Einsparungen bezüglich des Arbeitsaufwandes kann auch in finanzieller Hinsicht vom Kauf einer Mantel AG profitiert werden. Der Kostenaufwand während eines Gründungsprozesses werden von vielen Unternehmensgründern häufig unterschätzt. Dabei belaufen sich beispielsweise die Kosten für eine Eintragung ins Handelsregister allein schon auf mehrere hundert Euro. Bei einem gesteigerten Stammkapital der AG können außerdem zusätzliche Kosten anfallen. Daneben müssen sämtliche Dokumente und Unterlagen für die Eintragung ins Handelsregister notariell beglaubigt werden. Dies sind ebenfalls Unkosten, die beim Kauf einer Mantel AG eingespart werden können. Für diejenigen, die sich mit der Erstellung offizieller Unterlagen nicht auskennen, können hierbei sogar doppelte Kosten eingespart werden, weil diese Aufgabe nicht noch zusätzlich vom Notar übernommen werden muss.

Chancen und Risiker einer Mantel AG

Neben diesen ersichtlichen Vorteilen bringt der Erwerb einer Mantel AG aber auch noch weitere, im ersten Augenblick vermutlich etwas weniger ersichtliche Chancen mit sich. Diese beziehen sich in erster Linie auf den Ruf beziehungsweise das Image einer Mantel AG. Im Gegensatz zur reinen Vorratsgesellschaft ist diese in vergangenen Zeiten einmal geschäftstätig gewesen und hat dementsprechend entweder ein Produkt hergestellt oder eine Dienstleistung angeboten. Im Zuge dessen hat sie sich außerdem einen Ruf oder ein Image sowohl beim Kunden wie auch bei zuliefernden Betrieben oder Kreditinstituten erarbeitet. Vom diesem Ruf kann der Käufer der Mantel AG später profitieren. Kredite können auf diese Weise beispielsweise leichter in Anspruch genommen oder zu besseren Konditionen erhalten werden. Auch die Zusammenarbeit mit zuliefernden Betrieben oder Subunternehmern steht meist unter einem günstigeren Stern.

Auf den Chancen ergeben sich gleichzeitig aber auch diverse Risiken. Wenn der Ruf der Mantel AG etwa beschädigt ist, wird der zukünftige Besitzer der Mantel AG nur schwer dazu in der Lage sein, eventuell vorhandenes Potential zu nutzen. In diesem Fall steht die Existenzgründung mit der Mantel AG schon von vornherein unter keinem guten Stern. Dasselbe gilt, wenn versteckte Altlasten des Unternehmens im Spiel sind, die dem Käufer bei Unterzeichnung des Kaufvertrags nicht oder nur unzureichend bekannt gewesen sind. In diesem Falle erfolgt die Inbetriebnahme der Mantel AG gleich unter einer finanziellen Mehrbelastung, die der Verwirklichung der eigenen Geschäftsidee nicht unbedingt förderlich ist.

Um alle eventuellen Risiken beim Kauf einer Mantel AG zu minimieren und gleichzeitig alle Chance effektiv nutzen zu können, empfehlen wir eine Kontaktaufnahme mit einem unserer kompetenten Berater. Diese können nicht nur über mögliche Risiken aufklären, sondern mit umfangreichen Analysen dazu beitragen, dass die Umsetzung der eigenen Geschäftsidee durch den Kauf einer Mantel AG nicht behindert, sondern stattdessen gefördert wird.