Hintergrundinformationen zum Brexit

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England hat nach dem Brexit Referendum entschieden. Die britische Bevölkerung hat mit einer knappen Mehrheit den Austritt Großbritanniens aus der EU bestimmt. Diese Entscheidung hat zumindest Klarheit gebracht, wenn auch viel Verwirrung entstanden ist und derzeit niemand so recht weiß, wie die weiteren Schritte zu begehen sind. Die Bürger in den einzelnen Ländern müssen keine Rechtsunsicherheit befürchten, denn die Schritte, die für einen Austritt aus der EU notwendig sind, sind vertraglich festgelegt. Die Märkte für alle anderen EU-Länder bleiben offen und die Funktionsfähigkeit wird nicht infrage gestellt. Die britische Regierung hat nun viel zu tun und muss sich über die Einreichung eines Austrittsgesuches Gedanken machen. Im Folgenden gibt es Austrittsverhandlungen, die mit den EU-Institutionen durchgeführt werden.

Bis alles in Gang gebracht wird, bleiben bei sämtlichen Verhandlungen die Rechte und Pflichten für das Vereinigte Königreich bestehen. Die momentanen Wirtschaftsbeziehungen werden weitergeführt, bis ein Austrittsverfahren vollzogen ist. Großbritannien ist am 1. Januar 1973 der EU beigetreten im gleichen Zuge mit Irland und Dänemark. Zur damaligen Zeit befanden sich neun Mitgliedsstaaten in der Europäischen Union. Das Vereinigte Königreich besteht aus England, Wales und Schottland wie auch Nordirland, die zusammen als Großbritannien bezeichnet werden. Mit etwa 65 Millionen Einwohnern hat Großbritannien etwa 13 % zur EU-Gesamtbevölkerung beigetragen.

Wirtschaftsbeziehungen in Großbritannien

Großbritannien pflegt zu fast allen Ländern enge Handelsbeziehungen und hat mit Deutschland einen der wichtigsten Handelspartner in der Europäischen Union. Damit steht Deutschland auf dem zweiten Rang direkt hinter den USA. Um diese Handelsbeziehungen in Zahlen auszudrücken kann man sagen, dass das Volumen der Exporte im Jahre 2015 etwa 90 Milliarden € betrug. Hierbei waren die wichtigsten Exportgüter Kraftwagen und Kfz Teile aber auch Maschinen. Viele europäische Unternehmen sind im Vereinigten Königreich angesiedelt und mit etwa 450.000 Mitarbeitern aktiv an der Wirtschaft beteiligt. Großfirmen sind so an den Direktinvestitionen in das Vereinigte Königreich beteiligt, und hier liegt auch der wichtigste Punkt, was den Austritt aus der Europäischen Union betrifft.

Auswirkungen einschätzen

Nun da Großbritannien aus der europäischen Union ausgetreten ist, ist eine direkte Auswirkung auf die unterschiedlichen Wirtschaftsbereiche zu befürchten. In welcher Form sind die EU-Länder, welche Handelsverträge mit Großbritannien führen, betroffen, wenn das Vereinigte Königreich kein vollwertiges Mitglied der EU mehr sein wird? Im Großen und Ganzen können wir noch keine konkreten Aussagen gemacht werden, aber man kann sagen, dass ein Land mit einer robusten Wirtschaftslage im jeweiligen Land von den Auswirkungen nicht so stark betroffen sein wird und als verkraftbar eingeschätzt wird. Auf lange Sicht hin werden die Wirtschaft und die Verzweigungen vor allem davon abhängig sein, wie in Zukunft die neuen Verträge, die zustande kommen ausgestaltet sein werden.

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