Vorratsgesellschaften – Welche Vorteile bringen sie für den Käufer?

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Firmengründer haben es unter Umständen schwer: Sie müssen viele verschiedene Faktoren, angefangen bei der am besten geeigneten Rechtsform, bedenken und anschließen einen beachtlichen bürokratischen Aufwand auf sich nehmen, um schließlich ihre eigene Firma gründen zu können. Dabei existiert für diejenigen, die sich dieses Prozedere ersparen wollen, eine alternative Möglichkeit, die sich längst für viele Jungunternehmer und Existenzgründer ausgezahlt hat. Anstelle einer neuen Firma, werden sie Inhaber eines bereits existierenden Unternehmens, bei welchem der komplette Gründungsprozess bereits im Einklang mit allen gültigen Regeln und Richtlinien absolviert worden ist.

Die Rede ist von sogenannten Mantelgesellschaften, die sich für all diejenigen rentieren können, die ihr eigenes Unternehmen in Form einer Kapitalgesellschaft an den Start bringen können. Für viele Jungunternehmer bringt der Erwerb eines Unternehmens mit eigener Firmengeschichte allerdings oftmals einen schalen Beigeschmack mit sich. Niemand möchte gern davon profitieren, dass ein anderer Unternehmer es vielleicht nicht geschafft hat und anschließend vielleicht sogar noch einer abergläubischen Vorstellung anheim fallen. Umso erfreulicher ist, dass der Erwerb eines vollständigen Unternehmens auch ohne derartige Altlasten möglich ist. Gemeint sind hierbei die Vorratsgesellschaften, die eine besondere Form der Mantelgesellschaften darstellen.

Eine Vorratsgesellschaft ist im Grunde genommen eine voll funktionsfähige Kapitalgesellschaft, die allerdings noch niemals tatsächlich in Aktion getreten ist. Sie wurde einzig und allein zum Zweck des Weiterverkaufs gegründet und kann von ihrem neuen Besitzer unverzüglich in Betrieb genommen werden. Da eine Vorratsgesellschaft keine eigene Unternehmensgeschichte vorzuweisen hat, wird es dem neuen Besitzer möglich, diese ganz in Anlehnung an die eigenen Interessen und Vorstellungen zu gestalten, sofern ihm das notwendige Know-How gegeben ist. Darüber hinaus sind Vorratsgesellschaften auch in finanzieller Hinsicht unbelastet. Dies bedeutet, dass Altlasten oder eventuelle finanzielle Verpflichtungen an dieser Stelle vergeblich gesucht werden. Dem Kaufinteressenten präsentiert sich sozusagen ein blütenweißes Unternehmen, das ganz nach den eigenen Zwecken ausgestaltet werden kann. Insofern unterscheidet sich der Ankauf einer Vorratsgesellschaft nicht wesentlich von der Neugründung, außer das dem neuen Unternehmer ein enormer Arbeitsaufwand sowie ein hohes Kostenpotential erspart bleibt. Auf welche Weise sich dies ergibt, werden wir in den nachfolgenden Ausführungen vorstellen. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass diese Ausführungen stets nur am exemplarischen Normalfall ausgerichtet sind. Bestimmte Sonderfälle können hierbei nicht beachtet werden. Wenn es jedoch um Fragen zu einem konkreten Fall geht oder ein interessierter Existenzgründer sich auf der Suche nach einem Experten ist, der ihn durch den Erwerb einer Vorratsgesellschaft begleitet und dementsprechend berät, ist dieser bei uns an der richtigen Adresse.

Konkrete Details zur Vorratsgesellschaft

Bevor wir darauf eingehen können, inwiefern der Ankauf einer Vorratsgesellschaft tatsächlich Zeit und Kosten einsparen kann, müssen vorab noch einige Details rund um das Thema Vorratsgesellschaft erläutert werden. Das Prinzip dieser Vorratsgesellschaft wurde bereits angesprochen und gut ersichtlich dargelegt. Allerdings soll an dieser Stelle noch einmal darauf eingegangen werden, dass eine Vorratsgesellschaft tatsächlich unmittelbar einsatzbereit ist.

Vorratsgesellschaften existieren für alle Formen der Kapitalgesellschaften. Ein Unternehmer kann sich dementsprechend entweder mit einer bereits gegründeten GmbH oder einer AG selbstständig machen. Vorratsgesellschaften werden häufig auch als Mantelgesellschaften bezeichnet, wobei dieser Ausdruck in einigen Fällen zu wenig spezifizierend ist. Schließlich existieren auch Mantelgesellschaften, die nur zum Zeitpunkt des Unternehmenskaufs keine Geschäftstätigkeit vorzuweisen haben. In früheren Zeiten dagegen können sie sehr wohl über eine Art Eigenleben verfügt haben. Die Auswirkungen dieses Eigenlebens sind für den Käufer dann meist noch viele Jahre spürbar, auch wenn es während der konkreten Kaufverhandlungen nicht unbedingt einen solchen Eindruck gehabt hat.

Trotz der Tatsache, dass eine Vorratsgesellschaft noch niemals etwas produziert und auch noch keine einzige Dienstleistung angeboten hat, ist sie prinzipiell gesehen umgehend zum Einsatz bereit. Sobald die entsprechenden Formalitäten durch Käufer und Verkäufer abgearbeitet worden sind, kann mit sofortiger Wirkung mit der Produktion oder der Bereitstellung von Dienstleistungen begonnen werden. Die Vorratsgesellschaft ist ordnungsgemäß im Handelsregister eingetragen und existiert somit in aller Förmlichkeit.

Minimierung von Zeit- und Kostenaufwand

Junge Unternehmer, die sich zum ersten Mal an die Verwirklichung ihrer Unternehmensidee wagen, haben es meist ziemlich eilig damit, ihre Vorstellungen in die Tat umzusetzen. Sie möchten lieber gestern als heute mit der Produktion starten oder ihre Dienstleistungen an den Mann oder die Frau bringen. Dementsprechend ist eine Neugründung oftmals mit einer starken Belastungsprobe für die Jungunternehmer verbunden. Eine Kapitalgesellschaft wird in der Regel in mehreren Etappen gegründet und bedarf einer umfassenden Vorbereitung. Verschiedene Dokumente müssen bereitgestellt und notariell beglaubigt werden, Aufsichts- oder Verwaltungsrat müssen gestellt, eine Gesellschafterliste zusammen werden. Das kostet nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch jede Menge Energie, die besser verwertet direkt in den Produktionsprozess hätte fließen können.

Wenn junge Unternehmer auf den Erwerb einer Vorratsgesellschaft zurückgreifen, können sie sich diesen Zeit- und Energieverlust einsparen. Die Dokumente, die für den Kauf einer Vorratsgesellschaft benötigt werden, sind deutlich überschaubarer, die Gründungsaufgaben selbst sind bereits von anderer Stelle übernommen worden und selbst die Umbenennung der Vorratsgesellschaft nach der eigenen Wahl, nimmt nur einen Bruchteil der Arbeit in Anspruch, die neu gründende Unternehmer in Kauf nehmen müssen.

Weiterhin ist der Erwerb einer Vorratsgesellschaft auch mit einer nicht gerade unerheblichen Kostenreduktion verbunden. Allein die Kosten für den Notar, der bei einer Neugründung benötigt wird, um die diversen Formulare und Dokumente zusammenzustellen bzw. zu beglaubigen, reduzieren sich beim Kauf einer bereits existierenden Kapitalgesellschaft um ein Vielfaches. Dazu kommen weitere Kosten, die beispielsweise der Eintrags ins Handelsregister mit sich bringt. Auch diese müssen von Unternehmern, die eine Vorratsgesellschaft erwerben, nicht erbracht werden.

Gleichzeitig sollte allerdings bedacht werden, dass auch Vorratsgesellschaften nicht zum Spottpreis verhökert werden. Und wenn dies doch der Fall sein sollte, müssen interessierte Käufer sich ganz besonders aufmerksam zeigen. Wenn Vorratsgesellschaften allzu günstig verkauft werden, kann es gegebenenfalls möglich sein, dass diese nicht unbedingt im Einklang mit den gesetzlichen Richtlinien gegründet worden sind. Dann kommen im schlimmsten Fall direkt nach dem Erwerb noch weitere Kosten auf den Käufer zu, die dieser vorab gar nicht bedacht hatte.

Damit solche negativen Erfahrungen möglichst unterbleiben, empfiehlt es sich derartige Transaktionen nur nach eingehender Beratung mit einem ausgewiesenen Experten durchzuführen. Wie können auf dem Gebiet rund um den Ankauf und Verkauf von Vorratsgesellschaften bzw. Mantelgesellschaften per se, nicht nur mit einer langjährigen Erfahrung aufwarten, sondern fühlen uns außerdem dazu verpflichtet, für unsere Kunden stets das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.